Die RSE Rhein-Sieg-Eisenbahn GmbH profitiert von der weltweiten
Wirtschaftskrise. Im Dezember fahren in Deutschland rund 40 % weniger
Güterzüge, da die Automobil- und Chemieindustrie Kurzarbeit eingeführt
hat. Und daher gibt es deutschland- und europaweit einen hohen Bedarf an
Abstellgleisen für beschäftigungslose Güterwagen.
In Bonn-Beuel und St. Augustin-Hangelar hat die RSE auf ihren Gleisen
bis voraussichtlich Ende Januar einen 610 Meter langen Leerwagenzug der
SBB Cargo Deutschland GmbH, einer Tochtergesellschaft der
Schweizerischen Bundesbahnen (SBB), abgestellt. Und im linksrheinischen
Bonner Güterbahnhof hat die RSE im Auftrag der DB Schenker einen 600
Meter langen Zug aus leeren Autotransportwagen geparkt.
„Der Bedarf an Abstellgleisen und zusätzlichen Serviceleistungen zeigt
eindrucksvoll, welche große Bedeutung die Eisenbahninfrastruktur hat.
Wir sind keineswegs schadenfroh über den Rückgang des
Schienengüterverkehrs. Aber es ist gut, dass wir den betroffenen
Eisenbahnunternehmen mit entsprechenden Gleisen behilflich sein können,“
so RSE-Geschäftsführer Rainer Bohnet.
Für Bohnet ist dies der Beweis für die Wichtigkeit eines bundesweiten
Stopps bei Stilllegung und Rückbau von Strecken, Gleisen, Weichen und
Ladestraßen.